Eine neue Marketing-Disziplin entsteht.

Suchmaschinenoptimierung (SEO) steht für die Optimierung von Inhalten, damit sie möglichst gut in den Google-Ergebnissen ausgespielt werden. Nun haben sich aber die KI-Ergebnisse an die Spitze der Suchmaschine geschoben und Google hat schon einen Ausblick auf eine Welt ohne „klassische“ Suchergebnisse gegeben.
Diese Veränderungen brachten die neuen Begriffe AEO (Answer Engine Optimization) oder auch GEO (Generative Engine Optimization) hervor. Der Kern dessen ist die Optimierung von Inhalten, damit sie von KI-Systemen wie ChatGPT, Perplexity oder der KI-Einbindung bei Google als Quelle herangezogen werden. Im Idealfall wird durch einen Klick auf die Quelllinks Traffic erzeugt.
Das Problem dabei ist, dass der Einbruch der Aufrufe wesentlich höher ausfällt als der Zugewinn über die neuen Kanäle: es wird wenig auf die angegebenen Links geklickt und der Traffic auf den Websites geht zurück. Allerdings ist Traffic allein keine entscheidende Währung, auf die Conversions kommt es an – es braucht also ein Umdenken.

In der Fachpresse werden dafür 4 Ansatzpunkte genannt

  • Umdenken bei den Rankings: durch die Suche im Dialog mit einem KI-Chat wird eine viel präzisere Sucherfahrung möglich; dadurch werden die Ergebnis-Rankings wertlos. Die Informationen werden im Dialog mit der KI komplett individuell zusammengestellt. Rankings als SEO-Erfolgsfaktoren fallen in absehbarer Zeit weg!
  • Umdenken beim Traffic: ohne Conversions ist Traffic nicht viel wert. Auch ein geringer Traffic muss nicht schlecht sein. Solange Sie 1:1 genauso viele Conversions haben wie vorher bleibt der Umsatz stabil, die KI-Systeme übernehmen in diesem Fall eine Art Vorselektion, die sonst auf der Website stattgefunden hätte.
  • Umdenken in der Rolle der KI: In der Websuche sollte die KI am besten als eine Art Lotse empfunden werden, der hilft, den Verkehr neu zu regeln. Sie schickt die Nutzer dahin, wo sie hin wollen oder müssen. Grundsätzlich möchte Google natürlich Marktführer bleiben. Ein KI-System kann spezielle Anfragen besser abbilden als die bisherigen Suchergebnisse in Listenform. Hier liegt der Vorteil der neuen KIs: Suchende können viel genauer suchen – und das ohne die Informationen auf der Website selbst zu lesen. Am Ende aber – für die Conversion – müssen sie eben doch auf die Website. Ausgehend von der klassischen Customer Journey bildet die KI den gesamten Interessen- und Informationsbereich ab und führt nur Suchende zur Website, die sich schon weit im Funnel befinden. Bei richtiger Vorbereitung kann die KI sogar bei sinkendem Traffic die Conversions steigern.
  • Umdenken bei der Rolle von SEO: Grundsätzlich bedeutet SEO schon immer, für die Zielgruppen die bestmöglichen Inhalte zu erstellen. Richtiges SEO ist vernetzt mit ganzheitlichem Content-Marketing, verbunden mit Conversion-Optimierung und überhaupt mit der gesamten Marketing-Strategie. Egal, wie man die Disziplin nennt: es geht immer um optimale Inhalte für die Zielgruppen. Dabei ist Traffic nicht mehr die relevante Währung, sondern eben die Conversions.

In unserem nächsten Newsletter stellen wir Ihnen gerne Ansätze für die Optimierung im Umgang mit KI-Systemen vor.

f194f631 c578 473e 9e70 75bb8eb23a57